Bastards nehmen Fahrt auf

Die Schlagzeile hätte lauten sollen „Bastards nicht zu bremsen“, doch die heben wir uns für nächste Woche auf. Die Bastards spielten – zumindest in Halbzeit Eins – nur im zweiten Gang, schalteten in der Zweiten dann in den dritten. Wir nehmen also erst Fahrt auf. Nichtsdestotrotz befinden wir uns in einer atemberaubenden Siegesserie: die BeachBastards fuhren gestern gegen TuS Makkabi mit 9:1 den dritten Sieg in Folge ein (der Bericht vom letztwöchigen 10:0 Kantersieg fehlt genauso wie der Gegner letzten Samstag zum Anstoßzeitpunkt) und solange die Serie hält, muss der interessierte Leser unsere Kabinen-Gay-Selfies ertragen.

Bastards siegen gegen TuS Makkabi
Bastards siegen gegen TuS Makkabi

Ohne den angekündigten, jedoch nicht erschienenen ehemaligen Nationalspieler Süddeutschlands Patrick Palcic, der den 10minütigen Weg von der Parfümerie des KaDeWe zum Futsalmekka am Steinplatz nicht fand, um zumindest 5 Minuten seiner Mittagspause zu opfern und als unerwartete Gewalt, die überraschenderweise erscheint, das Spiel in die Hand zu nehmen und zu entscheiden, waren die BeachBastards schon in der ersten Halbzeit hoch überlegen, taten sich beim letzen Pass jedoch schwer. Ganz blöd lief auch die Ballauswahl. Makkabi weigerte sich als Gastgeber unseren 70-Euro-Derbystar (Futsal-Brillant 3-Sterne) zum Spielball zu nehmen und bestand auf ihren angeblichen Adidas-Ball bzw. Adidas-Replique-Ball. Die Bastards hatten ernsthafte Probleme mit dem federleichten und seltsam aufsetzenden Billigball – und fordern hiermit den Verband auf, einen Standard für Spielbälle aufzustellen. Weitere Probleme war das Schlafverhalten der Bastards: einer konnte wegen Aufregung nicht schlafen, einer musste bis 8 morgens Tischtennis spielen und ein weiterer – unser Jungspund – musste seine Rolle als Diskotizer wahrnehmen und kam direkt aus der Disko.

Trotz der widrigen Umstände gelang es dank der Treffer von Anonymous und Willy einen komfortablen 2:0-Vorsprung aufzubauen.

In der zweiten Halbzeit, nach einer Ansage von Sasamedanfussballgott, die die taktische Ordnung neu formierte, begannen die Bastards guten Futsal zu spielen. Sasamedanfussballgott, der nicht nur immer mehr aussieht wie Zlatan Ibrahimovic, sondern auch so Einlagen hat wie Zlatan Ibrahimovic, war es dann auch, der seine 3 Treffer mit dem geilsten Skorpion-Move a la Zlatan Ibrahimovic krönte. Zwar konnte der Gegner den Ball noch irgendwie von der Linie kratzen, aber egal. Die Bastards verbesserten in der 2.Halbzeit ihre Bewegungsabläufe, gewannen an Passsichereheit und ließen dem Gegner mit Flying-Franco-Powerplay keine Chance. In der letzten Minute bekam der Gegner Gelb-Rot. Nun erinnerten sich die Bastards an das seltsame Ballauswahlverhalten des Gegners zu Beginn des Spiels und entschieden sich, keine Gnade zu kennen. In Eishockey-Powerplay-5-gegen-3-Manier gaben sie dem Gegner keine Zeit zum Atmen und schossen 3 Treffer in 40 Sekunden.

Die Bastards spielten mit Flying-Franco (1Tor, 1 Vorlage), Pasquale (1 Vorlage), Steffen (1 Tor, 2 Vorlagen),  Willy (2 Tore, 2 Vorlagen), Anonymous (2 Tore), Sasamedanfussballgott (3 Tore, 2 Vorlagen)

Besondere Vorkommnisse: Willy schimpft mit dem Flying-Goalie-System, Anonymous legt 2 Mal nicht quer, Pasquale schießt als einziger kein Tor.