Bastards Torfabrik netzt 21x ein

2:4, 4:2, 5:6, 3:8, 7:3 – so lauteten die Bastards-Ergebnisse beim phänomenal organisierten Turnier unserer Freunde Hohensee United auf der schönen Ostsee-Insel Usedom.

Bastdards in Karlshagen, 2017
Bastdards in Karlshagen, 2017

In den Gruppenspielen besiegte man das mit wahren Beachsoccer-Legenden gespickte Inselteam Usedom 4:2; lieferte sich einen Superfight mit dem brutal starken, späteren Finalisten Primus Inter Pares (verlor nach 3:1 und 4:2-Führung am Ende noch mit 5:6); gönnte aber dem SV Natendorf den einzigen Turniersieg (2:4) und verpasste so um ein zu wenig geschossenes oder zu viel kassiertes Tor das Halbfinale. In der Trostrunde schafften die sympathischen Jungs von AS Rum ebenfalls ihren einzigen Turniersieg selbstverständlich gegen die Bastards, so spielte man das letzte Match im blamablen Rahmen (es ging um Platz 7). Die Bastards schworen sich bei einer Niederlage, die den letzten Platz bedeutet hätte, die Vereinsauflösung durch Freitod in der Ostsee. Der Überlebensdrang war dann doch stärker als der SV Natendorf, sodass man zu einem 7:3 aufdrehte und die Revanche an den Niedersachsen glücken ließ.

Hervorzuheben ist die Leistung unseres Torwarts Oli, der Opfer des innovativen 0-0-4-Systems der Bastards wurde und aufgrund der mit dem neuartigen Konzept einhergehenden Massen an Gegentoren den Titel des besten Torwarts des Turniers verpasste. Oli konnte aus verschiedenen Gründen in der abgelaufenen Futsalrunde kaum spielen und gar nicht trainieren. Die Bastards waren superglücklich, dass Oli zusagte und man so überhaupt einen Keeper hatte; Oli hielt dann aber wie ein junger Gott, während seine Abwürfe mehrere Tore direkt vorbereiteten. Auch Totti, ein Bastard in der Halle und Hohenseer am Strand, entschied sich erstmals auf Sand für das Dress mit dem Wolfslogo und rettete so ebenfalls personell die Teilnahme beim Turnier. Außerdem nahm er seinen Mitbewohner Felix mit, sodass man gar zwei Wechsler hatte. Ferner am Start war Bastardsklassiker Jens und hielt durch seinen Auftritt und sein Engagement in der Defensive die Anzahl an Gegentoren einigermaßen im Rahmen. Totti, Sasa und Willy sind Offensiv-Primadonnen, Frank wollte in seinem vorläufig allerletzten letzten Auftritt für die Bastards auch mal im Sturm spielen, sodass die Bastards-Konstellation ohne einen einzigen Defensivmann gar nicht gut laufen konnte. Man versuchte mit der 0-0-4-Aufstellung und dem Strandvoetbal-total das bisher Ungesehene, war zwischenzeitlich sogar erfolgreich, scheiterte letztendlich dann aber eher weniger an der System-Innovation als am altbekannten Bastardsstyle: erstmal chillen, dann kucken wie die Jungs von Natendorf und AS Rum auch mal gewinnen (wobei die Gegner an dieser nicht diffamiert werden sollen, beide Teams waren im Schnitt 20 Jahre jünger und überflügelten mit Laufstärke und Spiellust träge Bastardsopas in beiden Fällen völlig verdient), und am Ende feststellen, dass ein Tor, eine Situation, eine Situation von unzählig vielen, entscheidend war für das Ausscheiden und die katastrophale Endplatzierung.

Dennoch ist das Gefühl, das wir von Usedom mitnehmen, aufgrund der Gesamteindrücke wie immer geil. Dieses Mal sogar noch geiler, da wir nach harten Verhandlungen den geilen Hohensee-Torjäger Heiko Kruse für unser Futsalteam gewinnen konnten. Er wird den Bastards in Zukunft, wenn er zu unserer Freude mal in Berlin vorbeischaut, eine Hammerverstärkung sein.

Die BeachBastards Berlin beendeten die Saison also mit: Oli, Jens (1 Tor), Frank (4), Totti (5), Willy (6), Sasa (5) und Tottis cooler Mitbewohner Felix.

Jetzt gehen die Protagonisten unreines Blutes in die Sommerferien und wünschen allen Gegnern und Lesern eine geile Zeit bis zum Futsal-Wiedersehen im September.