Bastards spielen in der zweiten Halbzeit 4:4

(und in der ersten null zu sechs). Während der Gegner sich längst auf dem Platz warmgemacht hat, waren Spieler von uns noch am Ostkreuz oder sie mussten noch einmal nach Hause in den Wedding, weil sie ihre seit den Beachsoccer-Turnieren in der Ecke stehenden Sporttaschen nicht umgepackt haben und folglich ohne Schienbeinschonern und Hallenschuhen aus dem Haus gegangen sind. Die ohnehin dezimierten Bastards nagten an den Nerven ihres Kindergärtners, der auf dem Spielfeld wiederum seinen persönlichen Kindergärtner benötigte, weil er – revoltiert von den versteckten Nickeligkeiten eines Gegenspielers – in einen zehnminütigen Streik trat, die Halle aber nicht verließ, weil die Bastards wirklich bis tief ins Zahnfleisch an den äußersten Grenzen ihrer Kräfte kratzten und die letzten 15 Minuten nicht noch dezimierter bestreiten sollten.

Vor allem in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit kam man unter die Räder Eintracht Südrings. Bis zu Minute 10 stand es noch 0:1, dann hagelte es Gegentore. Solange man sich aufs Toreverhindern beschränkte, lief es ganz gut für die Bastards. Doch hin und wieder kommt man nunmal in Ballbesitz und das war nach dem Kraftaufwand des Toreverhinderns, sowie ob der technischen Defizite der gestrigen Bastardskonstellation, eindeutig zu viel. Das wussten die Gegner auszunutzen. Jeder einzelne Spieler Südrings ist jedem einzelnen Bastard in allen Belangen haushoch überlegen gewesen. Die Jungs aus Kreuzberg sind durch die Bank weg technisch einwandfreie Fußballer, zudem schneller, fitter, in jedem Segment besser. Aber nicht schöner. Unser schönster Mann, Willy, traf drei Mal und schoss so schonmal seine Tore für die nächsten fünf Wochen vor, die er da verbringen wird, wo das Wetter schön ist, um dann als noch schöner, da brauner, zurückzukehren.

Ferner getroffen hat unser Debütant Reza und in einigen Situationen gezeigt, dass er, sobald er sich ans Tempo in der Berlinliga gewöhnt hat, eine Verstärkung sein wird.

Die Bastards freuen sich jetzt auf Mittwoch, wenn die Trainingshalle wieder frei ist und sie sich endlich wieder mal bewegen dürfen, um dann hoffentlich bald wieder im Schnitt nur noch 90 Kilo wiegen und die Berlinliga von hinten aufzurollen.

BeachBastards – Eintracht Südring 4:10.

Team: Oli – Matze, Martin S., Pascquale, Reza, Willy, Sasa.

Tore: Willy (30′, 30′, 37′) und Reza (35′).